Wildalmseen
47° 18' 39" N
12° 8' 33" E
Berg
Kitzbüheler Alpen
Strecke
13.6 km
Aufstieg
1.236 hm
Dauer
5–6 h
Schwierigkeit
Mittel
Erst der Bach, der Schatten, der Wald. Dann hört der Wald auf, und die Almen beginnen. Ganz oben, über der Baumgrenze, liegen sie schließlich — drei Seen, einer kälter als der andere. In den untersten kann man springen. Beim zweiten haben wir es gut sein lassen.
Wegmarken & Wegcharakter






Erfahre mehr über die Bedeutung der einzelnen Wegmarken
Infos
Die Wildalmseen entdeckt man nicht nebenbei. Sie liegen hoch über der Rosswildalm im Kurzen Grund, jenseits der Baumgrenze, gestaffelt im Gelände und mit weitem Blick zur Venedigergruppe. Wer zu ihnen will, muss sich Zeit nehmen. Das Tal öffnet sich langsam. Und mit jedem Schritt wird der Weg stiller.
Der Weg beginnt am Bach, im Schatten des Waldes. Eine ganze Weile bleibt es so — kühl, grün, gleichmäßig. Erst über der Neuen Bamberger Hütte wird aus dem Talweg ein Almweg, und über den Almböden hört der Wald ganz auf. Steil im klassischen Sinn ist nichts daran, ausgesetzt schon gar nicht. Aber lang. Wer hier hochgeht, braucht keinen Mut, sondern Ausdauer.
Und im Sommer Badesachen. Der unterste See ist der zum Reinspringen, kalt und klar nach dem langen Anstieg. Die oberen werden stiller und kühler, je höher man kommt. Wer will, kann sich an der Neuen Bamberger Hütte auch eine Nacht lassen und den Rückweg auf zwei Tage teilen.
Steckbrief
Start & Parken
Parkplatz beim Gasthof Wegscheid im Kurzen Grund, 1.148 m. Die Straße ab Kelchsau in den Kurzen Grund ist mautpflichtig.
Kuerzere Variante
Man muss nicht alle drei Seen. Schon am Unteren oder Mittleren Wildalmsee umzukehren ist ein lohnendes Ziel — und spart spürbar Zeit und Höhenmeter. (So sind auch wir gegangen: bis zum zweiten und nicht weiter.)
Ausgangshoehe
1.148 m
Hoehchster Punkt
2.326 m Oberer Wildalmsee
Eindruecke

Ausruestung
Roter Bergweg und daher technisch unschwierig und keine ausgesetzten Stellen. Allerdings ist ein langer Atem notwendig. Feste Schuhe und genug zu trinken. Im Sommer Badezeug für den unteren See.
DEM PFAD FOLGEN
Route









Einkehren

Momente zum Innehalten
Oben am Unteren See zieht man die Schuhe aus, bevor man den Kopf abgelegt hat. Das Wasser ist kalt genug, um einen ganzen langen Anstieg aus den Beinen zu spülen. Man liegt im Gras, hört den Wald nicht mehr, weil es keinen mehr gibt — nur Almgrün, Fels und das Glitzern auf dem Wasser.
Und dann der zweite See, ein Stück höher und ein Grad kühler. Wir hätten weitergehen können, hinauf zum dritten. Aber es gibt Tage, an denen das Genug schon dasteht und einen ansieht. An denen man nicht alles holen muss, was zu holen wäre. Der Obere bleibt für ein anderes Mal. Er läuft nicht weg.
Pfadnotizen

• Im Juni stehen die Alpenrosen in voller Blüte. Zwischen Almwiesen, Fels und kurzem Bergsommer leuchten sie in kräftigem Pink und geben dem Weg hinauf zu den Wildalmseen einen fast unerwartet farbigen Rand.

• Kurz unterhalb der Bamberger Hütte begleitet immer wieder der Bach den Weg. Kleine Wasserläufe, grüne Hänge, vereinzelte Alpenrosen und das leise Rauschen machen diesen Abschnitt besonders idyllisch — ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird.
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Saumpfad | © 2026 · Ein Liebesbrief an die Alpen · Von Daniel & Ricardo

