Zireiner See
47° 27' 53" N
11° 48' 45" O
Berg
Rofangebirge
Strecke
14 km
Aufstieg
850 hm
Dauer
6 h
Schwierigkeit
Lang · konditionell fordernd
Früher fuhr hier eine Bahn herauf. Heute geht man. Drei Stunden trägt dich der Weg, bevor du das Wasser siehst. Von Brandenberg über Forststraßen und Almböden — Eilalm, Anderl's Almhütte, Labeggalm, Kreuzein Hochleger. Lange bleibt es ein Anmarsch; erst ganz oben, am Sattel, kippt er in einen Bergweg. Dann ein kurzes, steiles Stück hinab — und der See liegt vor dir.
Wegmarken & Wegcharakter






Erfahre mehr über die Bedeutung der einzelnen Wegmarken
• Am See ein paar alte Steinställe, niedrig unter dem Latschenhang. Aus Bruchstein gemauert, gebaut für ein Wetter, das keine Rücksicht nimmt. Sie wirken älter als alles ringsum.
Infos
Der Zireiner See liegt auf 1.799 Metern, in einer Mulde mitten im Rofan. Rund, dunkelblau, von schroffen Wänden gerahmt. Sie nennen ihn das blaue Auge des Rofan.
Drei Stunden trägt dich der Weg, bevor du das Wasser siehst. Von Brandenberg über Forststraßen und Almböden — Eilalm, Anderl's Almhütte, Labeggalm, Kreuzein Hochleger. Lange bleibt es ein Anmarsch; erst ganz oben, am Sattel, kippt er in einen Bergweg. Dann ein kurzes, steiles Stück hinab — und der See liegt vor dir.
Früher war das anders. Von Kramsach fuhr die Sonnwendjochbahn herauf, eine Stunde noch zu Fuß, und man stand am Wasser. Die Bahn steht still, für immer. Geblieben ist der weite Weg von unten. Und mit ihm die Ruhe: Wer heute hier oben sitzt, hat sich das verdient.
Steckbrief
Start & Parken
Parkplatz Aschau-Wimm, Brandenberg. Über Aschau, durch den Ort aufwärts, am Bauernhof Wimm vorbei, über den Weiderost bis zum Schranken. Schotterplatz: freiwillige Spenden.
Ausgangshoehe
1.245 m
Hoehchster Punkt
1.896 m
Eindruecke

Ausruestung
Lange Forststraßen und Almsteige. Das Anspruchsvolle ist die Länge — Kondition, gute Schuhe, und genug Wasser im Rucksack.
DEM PFAD FOLGEN
Route






Einkehren
Momente zum Innehalten
Beim Aufstieg liegt der Nebel noch in den Bergen. Du gehst hindurch, siehst kaum den nächsten Hof. Dann, oben am Sattel, reißt es auf — und der See liegt plötzlich unter dir, während die Wände ringsum ihren Nebel noch nicht hergeben wollen. Für diesen einen Blick lohnt sich jeder Kilometer.
Am Ufer grasen die Kühe, manche mit Jungvieh. Das ist ihr Sommer, ihre Wiese — wir sind die Gäste hier, nicht sie. Ruhig bleiben, Abstand lassen, nicht zwischen Mutter und Kalb gehen. Dann lassen sie dich in Ruhe an ihrem Wasser sitzen.
An heißen Tagen ist der See zum Hineinspringen da. Das Wasser ist kalt, richtig kalt — aber nach drei Stunden Weg ist genau das der Punkt.
Pfadnotizen

• Wenn du früh dran bist, schläft die Alm noch. Dunkle Fenster, ein Auto, sonst kein Laut. Schön und ein bisschen einsam zugleich — und der Beweis, dass hier so früh wirklich nichts offen hat.

• Rund um den See ist Almgebiet. Im Sommer Jungvieh auf den Weiden. Ruhig durchgehen, Abstand halten — du bist in ihrem Quartier.

• Die Sage erzählt vom Gold im See: Ein Hirte holte sich Lehm vom Hang, über Nacht wurde er zu Gold, am Morgen fand er keinen mehr. Wer's nicht glaubt, schaut in die flachen Stellen am Ufer — dort legt sich ein goldgrüner Schimmer über die Steine, als wäre ein Rest davon geblieben.

• Ein Betontrog am Wegrand, das Wasser darin schwarz und still, dahinter hängt der Nebel in den Fichten. Solche Tränken stehen viele hier oben — und doch ist man froh, das eigene Wasser dabeizuhaben.
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Saumpfad | © 2026 · Ein Liebesbrief an die Alpen · Von Daniel & Ricardo





