Blaue Lacke

46° 59' 29" N
11° 10' 34" O

Blaue Lacke Gletschermilch färbt das Wasser türkis

Berg

Stubaier Alpen

Strecke

9.5 km

Aufstieg

850 hm

Dauer

5–6 h

Schwierigkeit

Mittel

Erst der Wasserfall, der dich von Weitem schon mit Gischt benetzt. Dann eine Hochebene, so weit, dass die Welt kurz aufhört. Und ganz oben, hinter einer Moräne versteckt, ein See in einem Blau, das es eigentlich nicht geben dürfte.

Wegmarken & Wegcharakter

Saumpfad-Wegmarke „Gutmütig“: sicher zu gehen und ohne heikle oder ausgesetzte Passagen.
Saumpfad-Wegmarke „Weiter Weg“: längere Wanderung, die Ausdauer, ausreichend Zeit und eine gute Krafteinteilung braucht.
Saumpfad-Wegmarke „Teilweise im Wald“: ein Teil des Wanderwegs verläuft geschützt und schattig zwischen Bäumen.
Saumpfad-Wegmarke „Almwiesen“: der Wanderweg führt durch offene Almwiesen und alpine Kulturlandschaft.
Saumpfad-Wegmarke „Wenig Schatten“: große Teile des Wanderwegs verlaufen in offenem und sonnigem Gelände.
Saumpfad-Wegmarke „Wasser am Weg“: Bäche, Seen oder Wasserfälle liegen direkt an der Wanderroute.

Erfahre mehr über die Bedeutung der einzelnen Wegmarken

Blaue Lacke Gletschermilch färbt das Wasser türkis
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Sprung ins kalte Gletschermilch Wasser in die Blaue Lacke
Landschaft rund um die Blaue Lacke
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Lastenlift im alpinen Flair von der Sulzenauhütte
Einkehren am Fuße der Blauen Lacke
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Infos

Es gibt Landschaften, die wirken wie aus einer anderen Zeit. Das Sulzenautal ist so eine.
Wilde Wasser, ein weites Hochplateau, am Ende das ewige Eis. Die Blaue Lacke liegt am Fuß des Sulzenauferners, ein kleiner See in einem Blau, das es eigentlich nicht geben dürfte — Gletschermilch, von der Sonne zum Leuchten gebracht.

Der Weg beginnt am Grawa-Wasserfall, dem breitesten der Ostalpen, der seine Gischt bis auf den Steig wirft — an heißen Tagen ein Geschenk. Dann öffnet sich das Sulzenautal zu einer weiten Hochebene: ein Bach in der Mitte, gespeist von einem Wasserfall, der über meterhohe Stufen herabschießt, darüber die Hütte und im Sommer findet ihr Schafe im Gras.
Und dann, hinter der letzten Moräne, liegt der See. Tiefblau, eiskalt und gespeist vom Gletscher direkt darüber. Wer mag, springt hinein. Lange bleibt niemand drin.

Steckbrief

Start & Parken

Parkplatz Sulzenauhütte / Grawa Alm

Ausgangshoehe

1.530 m

Hoehchster Punkt

2.289 m

Eindruecke

Ausruestung

Feste Bergschuhe. Die direkte Variante am Grawa-Wasserfall ist steil und oft nass — Trittsicherheit nötig. Kalter Gletscherwind – Windjacke empfohlen.

Baden

Im Sommer Badehose mitbringen: Die Blaue Lacke ist Gletscherwasser. Herrlich an heißen Tagen — aber eiskalt.

DEM PFAD FOLGEN

Route

01  •  Grawa-Wasserfall
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Vom Parkplatz über die Brücke und hinein in den Wald. Gleich am Anfang der Grawa-Wasserfall, der breiteste der Ostalpen. Er wirft seine Gischt bis auf den Steig — an heißen Tagen kühlt das, bevor es überhaupt richtig losgeht.
02  •  Sulzenaualm (1.847 m)
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Der Steig zieht in Serpentinen höher, dann öffnet sich das Tal. Eine weite Hochebene, mittendrin der Bach, gespeist von einem Wasserfall, der über meterhohe Stufen herabschießt. So weit, so still, dass man kurz vergisst, wo man ist.
03  •  Sulzenauhütte (2.191 m)
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Über dem Plateau steht die Hütte. Im Sommer weiden hier die Schafe, dösen am Wasser, als hätten sie selbst einen langen Weg hinter sich. Ein guter Ort für eine Rast — der Rest geht sich danach noch aus.
04  •  Blaue Lacke (2.289 m)
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Von der Hütte über die letzte Moräne, vorbei an einem ganzen Heer kleiner Steinmandl. Dahinter liegt sie: die Blaue Lacke, tiefblau und eiskalt, direkt unter der Gletscherzunge. Eis und Schnee zum Greifen nah. Wer mag, springt hinein — und ist schnell wieder draußen.
Waldstück Anfag der Wanderung zur Blauen Lacke
Wasserfall auf den Weg hin zur Blaue Lacke

 •  Unter dem Wasserfall kann man auf einem riesigen Holzplateau sitzen und den feinen Sprühnebel und das Rauschen des tosenden Wassers genießen. 

Sonne wirft licht auf Farne im Sommer

Einkehren

Sulzenaualm
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Auf halbem Weg, am Rand der Hochebene. Der erste Platz für eine Rast, mitten in der weiten Stille des Sulzenautals.
Sulzenauhütte
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Oben über dem Plateau, kurz vor der Lacke. Von der Terrasse schaut man hinaus auf Gletscher und Fels. Die letzte Einkehr, bevor es ans Eis geht.

Momente zum Innehalten

Oben an der Blauen Lacke, an einem heißen Sommertag. Das Wasser ist blau wie sonst nichts, und so kalt, dass einem der Atem stockt. Man springt hinein, schreit kurz auf — und liegt danach auf einem warmen Stein in der Sonne. Hinter einem der Gletscher, vor einem das Blau. Mehr Sommer geht nicht. Die Lacke ist Gletscherwasser. Herrlich zum Hineinspringen, aber niemand bleibt lange drin.

Pfadnotizen

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 •  Woher das Blau kommt: Der Gletscher mahlt den Fels zu feinstem Staub, zur „Gletschermilch". Diese winzigen Schwebeteilchen im Schmelzwasser werfen das Sonnenlicht zurück — und lassen die Lacke in diesem unwirklichen Blau leuchten.

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• Bereits während der Anfahrt begeistert das Bergpanorama der Stubaier Alpen.

Wanderrouten gut angeschrieben auf dem Weg zur Baluen Lacke
Gefärbtes Moos auf Felsen rund um die Blaue Lacke

• Moosbewachsene Steinwüste am Gletscher. Ein perfektes Versteck für Murmeltiere. Wir haben auch einige gesichtet.

Schafe findet man rund um die Blaue Lacke

• Im Sommer trifft man auch auf Schafe.

Blick beim Abstieg von Sulzenauhütte

 •  Auf dem Rückweg sieht man in das mittlere Plateau. Ein Ort wie aus einer Filmkulisse.

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Saumpfad | © 2026 · Ein Liebesbrief an die Alpen · Von Daniel & Ricardo