Großer Rettenstein
47° 19' 58.7" N
12° 17' 46.5" E
Berg
Kitzbüheler Alpen
Strecke
14.4 km
Aufstieg
1.340 hm
Dauer
6–7 h
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Manche Berge muss man sich verdienen. Der Große Rettenstein ist so einer. Ein langer, stiller Weg durch den Unteren Grund, ein Schluck Quellwasser. Durchatmen kurz unterm Gipfel, dann die letzten Meter über den Fels. Oben steht man auf einer Kalkinsel mitten im Grasmeer der Kitzbüheler Alpen. Ein langer Weg nach oben — Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Der Ausblick zahlt ihn zurück.
Wegmarken & Wegcharakter






Erfahre mehr über die Bedeutung der einzelnen Wegmarken
Infos
Der Große Rettenstein ist der Eigenbrötler der Kitzbüheler Alpen. Ringsum sanfte, grüne Rücken — und mittendrin er, grau und schroff, mit einer 400 Meter dicken Kalkhaube, die hier eigentlich nichts verloren hat.
Man geht ihn nicht im Vorbeigehen. Der Weg zieht sich durch den Unteren Grund, dem Bach entlang, vorbei an zwei Höfen, die einfach nur dastehen und schön sind. Erst spät wird es steil. Und ganz zuletzt braucht man die Hände.
Oben dann der Lohn: der Blick bis zu den Hohen Tauern, zum Großglockner, zum Großvenediger. Und das Gefühl, auf etwas zu stehen, das es hier gar nicht geben dürfte.
Steckbrief
Start & Parken
Parkplatz Ebenau bei Aschau, am Beginn der Mautstraße in den Unteren Grund.
Kuerzere Variante
Vom Parkplatz aus weiter hinein bis zum Kasplatzl fahren und dort starten.
Ausgangshoehe
1.010 m
Hoehchster Punkt
2.366 m
Eindruecke

Ausruestung
Roter Bergweg; der Gipfelaufbau steil, felsig und ausgesetzt, zum Schluss leichte Kletterei.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig.
DEM PFAD FOLGEN
Route
Über Almböden höher, zur Quelle unterm Gipfel. Hier noch einmal trinken, das Wasser ist gut. Danach wird es ernst.



Einkehren
Momente zum Innehalten
Im Unteren Grund läuft der Bach neben dem Weg, und die Welt wird für eine Weile ganz klein. Zwei Höfe, eine Wiese, sonst nichts. Hier setzt man sich ins Gras, packt die Jause aus und lässt den Gipfel Gipfel sein. Er läuft nicht weg.
Der letzte Aufschwung ist kein Spaziergang: steil, felsig, ausgesetzt, am Schluss ein paar Griffe in den Fels. Trittsicher und schwindelfrei muss man sein — und früh dran.
Pfadnotizen

• Am schönsten im Herbst. Dann färben sich die Hänge gegenüber tiefrot, und der graue Fels steht mitten in einem glühenden Tal.

• Zwei alte Höfe stehen hier am Wasser, mehr nicht. Keine Einkehr, kein Trubel — nur Wiese, Bach und Stille.
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Saumpfad | © 2026 · Ein Liebesbrief an die Alpen · Von Daniel & Ricardo





