Als ich noch ein Kind war, machten mir die Berge Angst. So hoch, so schroff, so karg. Der Gedanke an die Höhe ließ mein Herz pochen und Panik in mir aufsteigen. Ich in den Bergen? Niemals!
Ich erinnere mich an die vielen, vielen (erfolglosen) Versuche meiner Zieheltern, mir die Schönheit der Berge bei zahlreichen Wanderungen im Karwendel, auf der Nordkette oder auf den Patscherkofel zu zeigen, mir gab das damals gar nichts. Oder besser gesagt, ein Gefühl der Winzigkeit, Unwichtigkeit, Schwachheit. Auch heute fühle ich mich in den Bergen winzig, doch im positivsten Sinne: winzig klein sind die Probleme, die Verpflichtungen, der Stress. Die Angst? Nun wohl eher ein Gefühl der Ehrfurcht. Ehrfurcht vor der Schönheit und der Unberechenbarkeit der Berge. Eine Passion für diese Ehrfurcht? Vielleicht.
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